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Altersvorsorge

Rürup-Rente für Selbstständige — Steuervorteile optimal nutzen

Hörz & Haapamäki Redaktion01. Februar 20269 Min. Lesezeit

Die Rürup-Rente (Basisrente) bietet Selbstständigen und Freiberuflern erhebliche Steuervorteile. Wir erklären, für wen sie sich lohnt und worauf Sie achten sollten.

Die Basisrente: Steuerlich geförderte Vorsorge

Selbstständige und Freiberufler haben keinen Zugang zur Riester-Rente und zahlen in der Regel nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Die Rürup-Rente (offiziell: Basisrente) wurde 2005 speziell für diese Zielgruppe geschaffen — als steuerlich geförderte Altersvorsorge der Schicht 1.

Der größte Vorteil: Die Beiträge sind bis zu einem Höchstbetrag als Sonderausgaben voll steuerlich absetzbar.

So funktioniert die Rürup-Rente

Das Grundprinzip der Rürup-Rente ähnelt der gesetzlichen Rentenversicherung:

  • Beiträge werden während der Erwerbsphase eingezahlt
  • Die Auszahlung erfolgt als lebenslange monatliche Rente ab dem Renteneintritt
  • Eine Einmalauszahlung des Kapitals ist nicht möglich
  • Die Rente ist grundsätzlich nicht vererbbar, kann aber mit einer Hinterbliebenenabsicherung kombiniert werden

Steuervorteile: Die Zahlen für 2026

Seit 2023 sind 100% der Beiträge zur Rürup-Rente steuerlich absetzbar. Der Höchstbetrag liegt 2026 bei:

  • Alleinstehende: Bis zu 27.566 Euro pro Jahr absetzbar
  • Verheiratete: Bis zu 55.132 Euro pro Jahr absetzbar

Bei einem Grenzsteuersatz von 42% bedeutet das eine Steuerersparnis von bis zu 11.578 Euro pro Jahr für Alleinstehende — ein enormer Hebel für den Vermögensaufbau.

Besteuerung in der Rentenphase

Die Rürup-Rente wird in der Auszahlungsphase als sonstiges Einkommen versteuert. Der steuerpflichtige Anteil hängt vom Rentenbeginn ab. Wer 2026 in Rente geht, muss 86% der Rente versteuern. Dieser Anteil steigt jährlich und liegt ab 2058 bei 100%.

Da die meisten Rentner einen niedrigeren Steuersatz haben als während der Erwerbsphase, ergibt sich ein steuerlicher Vorteil durch die Verschiebung der Steuerlast.

Für wen lohnt sich die Rürup-Rente?

Besonders geeignet für:

  • Selbstständige und Freiberufler mit hohem Einkommen und hoher Steuerlast
  • Gut verdienende Angestellte, die ihren Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen noch nicht ausgeschöpft haben
  • Personen ab 50+, die noch schnell steuerlich gefördert für das Alter vorsorgen wollen

Weniger geeignet für:

  • Personen mit geringem Einkommen und niedrigem Steuersatz
  • Wer Flexibilität bei der Auszahlung wünscht (keine Einmalauszahlung möglich)
  • Junge Selbstständige mit unsicherer Einkommensentwicklung

Klassisch, fondsgebunden oder ETF-basiert?

Die Rürup-Rente gibt es in verschiedenen Varianten:

  • Klassisch mit Garantiezins: Sicherheit, aber niedrige Rendite
  • Fondsgebunden mit ETFs: Höhere Renditechancen, moderate Kosten
  • Fondspolicen mit aktiven Fonds: Höhere Kosten, nicht immer bessere Rendite

Wir empfehlen in den meisten Fällen eine fondsgebundene Rürup-Rente mit ETF-Auswahl. Die Kombination aus steuerlicher Förderung und kostengünstiger Kapitalanlage bietet das beste Rendite-Risiko-Profil.

Unser Fazit

Die Rürup-Rente ist ein mächtiges Werkzeug für die Altersvorsorge von Selbstständigen — vorausgesetzt, das Produkt stimmt. Die Qualitätsunterschiede zwischen den Anbietern sind enorm. Als unabhängige Makler vergleichen wir alle Rürup-Tarife am Markt und finden den kosteneffizientesten Vertrag für Ihre Situation.

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